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Partnereinrichtung in Norwegen
Partner des Austausches in Norwegen ist die Gjøvik Videregående Skole in
Gjøvik. Die Schule ist ein regionales Zentrum der Region Oppland und
wird zum Teil von Schülern aus großer Entfernung (z.B. Lillehammer,
ca. 50km) besucht. Zu den Angeboten der Schule für ihre über 1000
Schüler gehören breit gefächerte Abschlüsse im Bereich der Sek. II
von Berufsschulabschlüssen bis hin zum allgemeinen Abitur. Im
Vergleich zu Deutschland müsste man von einer kombinierten
Berufsschule und gymnasialen Oberstufe sprechen.
Aufgrund einer erst vor wenigen Jahren beendeten Modernisierung ist
die Schule auf dem aktuellen Stand der Zeit eingerichtet. Sie
verfügt über eine große Mensa, eine Schulbibliothek mit einer
Vielzahl von internetfähigen Rechnern, separate Arbeitsplätze für
Schüler, ein schulweites WLAN-Netz, zu dem die Schüler mittels der
ihnen von der Schule gestellten Laptops Zugang haben, Klassenräume
mit Smartboards und Vernetzung sowie große Werkstätten mit den für
die Berufe typischen Maschinen und Werkzeugen.
Vor und während des Austausches hat der Partner eine Vielzahl von
Koordinierungs- und Planungsaufgaben übernommen. So wurde unter
anderem die Akquise von Praktikumsplätzen für die Auszubildenden,
die Auswahl und Reservierung der Unterkunft sowie die Gestaltung von
Wochenendaktivitäten durchgeführt.
Gesamtverlauf des Projekts für die deutschen Auszubildenden
- 10 Wochen vor dem Projekt: je vier Zeitstunden Englischunterricht pro
Woche/ eine Stunde landeskundliche Unterweisung
(Geschichte/Geographie/Politik)
- Während des Besuches eine Woche Schulbesuch; zwei Wochen Praktikum,
dabei Unterricht von 8-15 Uhr, Arbeit von 7-15.30 Uhr.
- An den Wochentagen Gestaltung der Tagesstruktur mit gemeinsam
zubereiteten Mahlzeiten, zusätzlich Aktivitäten wie Sport oder
Stadtbummel; an Wochenenden größere Aktivitäten wie z.B. Besuch von
Lillehammer, Bootstour auf dem Mjosa-See und zum Abschluss Besuch
Oslo.
- Evaluation durch Teambesprechungen im Anschluss an das Projekt
sowie Befragung der Auszubildenden.
- Verständigung erfolgte hauptsächlich auf Englisch
Inhaltliche
Schwerpunkte des Austausches
Zu den Aufgaben der Tischler gehörten u.A. Gestalten und
Konstruieren von Erzeugnissen, Be- und Verarbeiten von Holz und
weiteren Werkstoffen, praktische Ausführung traditioneller
Holzverbindungen, z.B. Schlitz-Zapfensysteme, und Zinkenverbindungen
sowie Verbindungen von Holzwerkstoffen.
Ländertypisch wurden norwegische Konstruktionen erlernt, das Nageln
mit Spezialmaschinen und andere Verbindungen, siehe oben.
Die Maler lernten allgemein etwas über Behandlung
unterschiedlicher Untergründe im Innen- und Außenbereich, z.B. der
Auftrag differenzierter Putze und ihre Konservierung.
Sie stellten eigene Farben her, machten
Holzschutzanstriche, Instandhaltungsmaßnahmen, bearbeiteten und
gestalteten Oberflächen und Objekte, führten
Schutz-Spezialbeschichtungen aus und gestalteten Fassaden.
Die Auszubildenden waren während ihrer Berufsschulzeit in den Werkstätten
der Schule beschäftigt und wurden dort von den Ausbildern des
Baubereiches angeleitet. Es erfolgte praxisnaher Unterricht in der
Berufsschule, außerdem wurde eine Exkursion in ein Betonwerk
durchgeführt.
Weiterhin wurden die Fachinhalte in zweiwöchigen Praktika vermittelt,
insgesamt waren die Auszubildenden in zwei Tischlereien und in einer
Malerfirma in Gjovik untergebracht.
Neben der fachlichen Qualifikation hat die Förderung der
Flexibilität und Selbstständigkeit der Auszubildenden beim Projekt
einen hohen Stellenwert gehabt. So mussten die Auszubildenden u. a.
einkaufen und das Mittagessen zubereiten. Dabei wurden sie von den
Betreuern angeleitet, so dass sie an den ersten Tagen nur Zuarbeiten
erledigten haben und dann immer mehr Eigenverantwortung übernommen
haben, bis sie dann zum Ende des Aufenthalts Gerichte fürs Essen
selbst ausgewählt, dafür eingekauft (dabei musste das Budget
beachtet werden) und diese zubereitet haben. Dabei haben sie im
Hinblick auf ihre eigenständige Lebensgestaltung neue Kompetenzen
erworben (so hat z.B.
ein Auszubildender seine erste Zwiebel in seinem Leben
geschnitten).Untergebracht waren die Auszubildenden in Blockhütten
mit Kochnische, 2 Schlafzimmern und einem Wohnbereich auf einem
Campingplatz.
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